FamilienTrainingsGruppen (FTG)

Unsere FTGs befinden sich in den Bezirken:

mit einer ca. 4-monatigen Wohnphase

- Steglitz/Zehlendorf

- Marzahn

ohne Wohnphase

- Charlottenburg/Wilmersdorf

- Lichtenberg

- Lichtenberg/Marzahn

Die FTGs sind ein Angebot für Familien, deren Kinder Verhaltensauffälligkeiten in der Schule, der Kita oder zu Hause zeigen. Es kann für Eltern sein, die sagen, dass sie eine Unterstützung für ihr Kind brauchen, aber auch Familien, bei denen das Jugendamt, die Schule oder andere Institutionen den Eindruck haben, dass Unterstützung benötigt wird. Auch bei Rückführungen ist eine Begleitung durch die FTGs geeignet.
Zu uns können ALLE Eltern kommen - auch solche, die vom Jugendamt geschickt werden und selbst keinen Sinn in einer Hilfe sehen. Wir klären mit den Eltern in der ersten Phase, ob wir sie dabei unterstützen können, das Jugendamt und oder andere Behörden dauerhaft "loswerden" und/oder ihre Kinder wieder zu Hause haben zu können.


Das Unterstützungsangebot gliedert sich in drei Phasen:


Phase 1 - Auftragsklärung (6Wochen)
Die Mitarbeiter*innen der FTG erarbeiten mit den Eltern, welche Veränderungen im Unterstützungszeitraum notwendig sind, damit die Hilfe erfolgreich beendet werden kann. Dabei unterstützen die Mitarbeiter*innen die Eltern, alle wichtigen Informationen der im Hilfeprozess beteiligten Personen zu sammeln und sie als Unterstützer*innen zu gewinnen. Die Eltern erteilen in dieser Phase den Mitarbeiter*innen einen ersten konkreten Unterstützungsauftrag, lernen andere Eltern der FTG kennen und können Fragen zum Unterstützungsangebot stellen. Die Mitarbeiter*innen lernen das Kind / die Kinder kennen. Bei einer gemeinsamen Hilfekonferenz im Jugendamt zum Ende der Phase entscheiden alle Beteiligten, ob eine Hilfe in der FTG fortgeführt werden soll und die Eltern stellen dem Jugendamt die gemeinsam erarbeiteten Ziele vor.


Phase 2 – Intensivphase A ohne Wohnphase (24 Wochen)
Die Eltern nehmen an der wöchentlich stattfindenden Elterngruppe teil. Hier nutzen sie die Möglichkeit, sich mit anderen Eltern auszutauschen, Rollenspiele zu machen und sich Rückmeldungen zu ihrem Prozess einzuholen. Die Eltern besuchen mit ihrem Kind/ihren Kindern die wöchentlich stattfindende Familiengruppe. Sie dient als Reflexionsfläche und Trainingsort für die Familien. Die Eltern probieren durch Rollenspiele und Rückmeldungen gewonnene Erkenntnisse mit ihrem Kind aus und prüfen ihre Wirksamkeit. Eltern haben außerdem die Möglichkeit, von den Mitarbeiter*innen und anderen Eltern Rückmeldungen zu ihrem Erziehungsverhalten zu bekommen. Neben Gruppenangeboten finden Einzelgespräche, Einzelcoaching, Hausbesuche und Synchronisierungsprozesse statt. Es wird individuell geschaut, welchen Unterstützungsbedarf die Familie jeweils benötigt, um weitere positive Veränderungen bewirken zu können. Am Ende dieser Phase wird in einer Hilfekonferenz im Jugendamt gemeinsam entschieden, ob die Veränderungen ausreichen, um in die Stabilisierungsphase zu wechseln. Wenn dies zutrifft, erfolgt die Verabschiedung aus der wöchentlich stattfindenden Familiengruppe.

 

Phase 2 – Intensivphase B mit Wohnphase (24 Wochen)

Die Familien ziehen von Montag bis Freitag für 16 Wochen in die FTG ein, freitags gehen die Familien bis Montagvormittag nach Hause. In der Wohnphase nehmen die Eltern an den täglichen Morgen- und Abendrunden, der wöchentlich stattfindenden Elterngruppe und der wöchentlich stattfindenden Familiengruppe teil. Der Austausch und die Unterstützung zwischen den Eltern sind hierbei wesentlicher Bestandteil.
Die Morgen- und Abendrunden dienen dazu, Tages- und Wochenziele zu vereinbaren und auszuwerten. In der Elterngruppe nutzen die Eltern die Möglichkeit, sich mit anderen Eltern auszutauschen, Rollenspiele zu machen und sich Rückmeldungen zu ihrem Prozess einzuholen. Die wöchentlich stattfindende Familiengruppe dient als Reflexionsfläche und Trainingsort für die Familien. Die Eltern probieren durch Rollenspiele und Rückmeldungen gewonnene Erkenntnisse mit ihrem Kind aus und prüfen ihre Wirksamkeit. Eltern haben außerdem die Möglichkeit, von den Mitarbeiter*innen und anderen Eltern Rückmeldungen zu ihrem Erziehungsverhalten zu bekommen. Die Mitarbeiter*innen sehen sich als Begleiter*innen im Prozess.
Ab der 17. Woche ziehen die Eltern in der Regel wieder komplett nach Hause. Die Eltern nehmen nun an der wöchentlich stattfindenden Elterngruppe und der Familiengruppe mit ihrem Kind teil.
Neben den Gruppenangeboten finden Einzelgespräche, Einzelcoaching, Hausbesuche und Synchronisierungsprozesse statt. Es wird individuell geschaut, welchen Unterstützungsbedarf die Familie jeweils benötigt, um weitere positive Veränderungen bewirken zu können. Am Ende dieser Phase wird in einer Hilfekonferenz im Jugendamt gemeinsam entschieden, ob die Veränderungen ausreichen, um in die Stabilisierungsphase zu wechseln. Wenn dies zutrifft, erfolgt die Verabschiedung aus der wöchentlich stattfindenden Familiengruppe.


Phase 3 - Stabilisierung (22 Wochen)
Die Eltern nehmen weiterhin regelmäßig an der Elterngruppe teil. Hier nehmen sie die Rolle der Erfahrenen ein und unterstützen neue Eltern in ihren Prozessen. Individuell wird geschaut, welche weiteren Unterstützungsangebote noch nützlich sind, um erworbene Fähigkeiten zu festigen. Das können z.B. Hausbesuche und/oder Einzelgespräche sein.